Dinkel

Definition:
Urform des Weizens, die mehr Eiweiß, Mineralstoffe und lebensnotwendige Aminosäuren liefert.

Geschichte:
Dinkel ist ein Urgetreide, das schon von den Kelten und alten Ägyptern angebaut wurde. Traditionelles Anbaugebiet bei uns ist Schwabe. Dinkel hat die gleichen guten Backeigenschaften wie Weizen und ein feines nussartiges Aroma. Das von Zuchtmaßnahmen verschonte Urkorn wird vom Organismus besonders gut vertragen.
Dinkel stellt hohe Ansprüche an den Ackerboden und spricht auf Mineraldünger nur sehr schlecht an. Das ist auch der Grund, weshalb das Korn beinahe in Vergessenheit geraten ist. Die Naturkostbewegung hat ihm eine Renaissance verschafft.

Dinkel in der Ernährung:
Dinkel besteht aus einer idealen Zusammensetzung von hochwertigem Eiweiß, gesunden pflanzlichenFetten, vielen Ballaststoffen und einem hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt. Besonders Magnesium ist ingroßer Menge vorhanden. Hervorzuheben ist ebenso der hohe Gehalt der essentiellen AminosäureTryptophan, da dieser Eiweißbaustein eine Vorstufe des stimmungsaufhellenden NeurotransmittersSerotonin ist (Vgl. Bananen und Schokolade). Hildegard von Bingen empfiehlt den nach ihren Worten„wärmenden“ Dinkel als Grundnahrungsmittel, aber vor allem auch als Basis für die Behandlung von Magen-und Darmerkrankungen, als Nierenschonkost und bei allen Stoffwechselleiden. Viele Menschen setzen Dinkelheute erfolgreich gegen Übersäuerung ein. Auch Menschen mit Neurodermitis berichten von einerVerbesserung ihrer Beschwerden bei vermehrtem Dinkel-Genuss. Grundsätzlich soll Dinkel dasAllgemeinbefinden und die Leistungsfähigkeit steigen. Menschen, die an einer Weizenallergie leiden,vertragen Dinkel meist sehr gut.

Tip:
Weizenallergiker, die auf anderes Eiweiß als Gluten reagieren, können möglicherweise unbehelligt Dinkel essen.